Nach Analysen von NIQ/GfK konnten während der Black Week 2024 die Kategorien IT (+13 %), Office (+15 %) und Foto (+12 %) deutliche Zuwachsraten erzielen. Nach Jahren der Dominanz von Peripheriegeräten wie Mäusen und Tastaturen erlebten größere IT- und Office-Produkte wie Desktop-PCs (+22 %), Tablets (+21 %), Multifunktionsdrucker (+15 %) und Laptops (+13 %) ein Comeback. Dies deutet auf einen beginnenden Ersatzzyklus hin: Konsumenten, die ihr Home Office während der Pandemie mit neuen Geräten ausgestattet haben, ersetzen diese nun zunehmend durch aktuellere Modelle.
Elektrokleingeräte bleiben beliebt
Auch das Segment der Haushaltskleingeräte konnte seinen Wachstumskurs fortsetzen und legte in der Black Week um 10 Prozent zu. Vor allem Geräte rund um das Thema Küche und Essen erfreuten sich hoher Nachfrage, darunter Zitruspressen, Milchschäumer und Wasserkocher. Als Spitzenreiter behaupten sich aber Heißluftfritteusen mit einem Umsatzanstieg von +65 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Auch Saugroboter gehören mit einem Umsatzplus von +33 Prozent weiterhin zu den beliebten Black-Week-Kategorien. Bei den klassischen Haushaltsgroßgeräten punkteten vor allem Spülmaschinen und Wäschetrockner, die jeweils um +5 Prozent zulegen konnten. Starke Zuwächse gab es auch im Bereich Gesundheit, etwa bei Massagegeräten (+47 Prozent) und Lichttherapiegeräten (+16 Prozent). Über alle Kategorien hinweg gehörten Saugroboter, Dampfglätter, Hairstylinggeräte, Tablets und Heißluftfritteusen zu den Produkten mit dem höchsten Anteil an rabattierten Verkäufen.
Unterhaltungselektronik im Aufwind
Die Unterhaltungselektronik verzeichnete während der Black Week ein Umsatzplus von 9 Prozent. Besonders stark entwickelten sich AR-/VR-Brillen (+41 %) und Set-Top-Boxen (+37 %), deren Nachfrage durch die bevorstehende SD-Abschaltung der öffentlich-rechtlichen Programme im Januar 2025 angekurbelt wurde. Auch Kopfhörer und mobile Stereo-Headsets zeigten mit plus 28 Prozent eine sehr gute Performance. Der TV-Markt profitierte nach einer Phase der Zurückhaltung ebenfalls und wuchs um 6 Prozent.
Einziger Negativtrend der Black Week war der Smartphone-Markt. Hier gingen die Umsätze um 6 Prozent zurück und blieben damit deutlich hinter den Erwartungen. Besonders Modelle mit einem Verkaufswert von über 900 Euro wurden weniger nachgefragt und beeinflussten damit das Gesamtergebnis.
„Die Black Week ist und bleibt vor allem für den Markt der technischen Gebrauchsgüter das zentrale Promotion-Event. Nach einem insgesamt herausfordernden Jahr hat sie in vielen Bereichen starke Impulse geliefert“, erklärt Alexander Dehmel, Experte für Tech & Durables bei NielsenIQ/GfK. „Unsere aktuelle GfK-Weihnachtsstudie zeigt zudem, dass 41 Prozent der Konsumenten ihre Weihnachtseinkäufe gezielt in die Black Week verlegen, um von attraktiven Angeboten zu profitieren. Das Weihnachtsgeschäft wird nun ein wichtiger Gradmesser für die weitere Entwicklung der Tech-Kategorien im kommenden Jahr. Eine genaue Analyse der Verkaufszahlen wird entscheidend sein, um die Marktdynamik für 2025 frühzeitig zu antizipieren.“
Kostenfreies Webinar zur Black Week
Weitere Einblicke in die globalen Ergebnisse der Black Week bietet das kostenfreie Webinar „Black Friday 2024 Results“ am 12. Dezember um 16 Uhr. Zur Anmeldung geht es hier.