In diesem Jahr wird der Umsatz mit Unterhaltungselektronik voraussichtlich 8,96 Milliarden Euro betragen. Das prognostiziert der Bitkom-Verband in seiner Trendstudie „Zukunft der Consumer Technology 2021“. Im Vergleich zum Vorjahr gehen die Umsätze um vier Prozent zurück, auch weil die anhaltend hohe Nachfrage aufgrund von Lieferengpässen und Materialknappheit teilweise nicht bedient werden kann. Hauptanteil am Umsatz haben laut Bitkom-Studie:
- TVs mit 4,07 Milliarden Euro
- Audio-Geräte mit 0,96 Milliarden Euro
- und Spielekonsolen mit 0,75 Milliarden Euro (gut zehn Prozent plus).

Ein Drittel nutzt eine Smartwatch
Als wichtigen Wachstumsmarkt hat die Bitkom-Studie in diesem Jahr die „smarte“ Consumer Technology herausgestellt. So nutzen bereits 28 Prozent der Menschen in Deutschland eine Smartwatch. Besonders beliebt ist es, sich über eingehende Nachrichten zu informieren (90 Prozent). Rund die Hälfte nutzt eine Smartwatch als Wecker, Timer oder Stoppuhr (55 Prozent), zur Navigation (54 Prozent) oder zur Steuerung des Smartphones (47 Prozent). Ein Drittel (33 Prozent) erfasst Gesundheitsdaten wie Puls, Blutdruck oder Sauerstoffsättigung mit einer smarten Uhr. Ein vernetztes Zuhause steuern 30 Prozent per Smartwatch. Künftig dürfte die Überwachung der Gesundheit weiter an Bedeutung gewinnen. So verwenden heute schon 35 Prozent der Nutzer ein Tablet, Smartphone, Smartwach und Fitnesstracker als Schrittzähler, weitere 25 Prozent wollen das künftig tun. 31 Prozent zeichnen mit der Smartwatch Trainingseinheiten auf, 26 Prozent nehmen an Online-Fitnessprogrammen teil.- 16 Prozent überwachen aktuell ihre Herzfrequenz, für weitere 19 Prozent ist die Nutzung vorstellbar
- 11 Prozent kontrollieren ihre Ernährung (für 20 Prozent vorstellbar)
- und jeweils 8 Prozent messen Schlafqualität (für 22 Prozent vorstellbar) und Stresslevel (für 18 Prozent vorstellbar).
Heimtrainer und smarte Vitalsensoren
Auch gänzlich neue Anwendungen haben Potenzial: Je 11 Prozent der vom Bitkom befragten Internet-Nutzer haben Interesse daran, Laufbänder und Heimtrainer mit App-Anbindung zu nutzen (bisher tun das 5 bzw. 4 Prozent). Ebenfalls an Bedeutung gewinnen könnten Springseile mit App-Anbindung (Interesse an der Nutzung haben 7 Prozent), Matratzen mit Sensoren (6 Prozent) sowie Pflaster mit Trink-Erinnerung (5 Prozent) und smarte Einlegesohlen oder Fingerringe zur Messung der Vitalfunktionen (je 4 Prozent). Ganz vorne liegt die Zahnbürste mit App-Anbindung: Bereits 8 Prozent verwenden sie, für 18 Prozent ist die Nutzung vorstellbar. Dieser als „Quantify yourself“ beschriebene Trend kann jedoch auch zu einer Belastung werden: Zwar sehen 63 Prozent die Hinweise zu Fitness- und Gesundheitsanwendungen als große Erleichterung an und 47 Prozent der Befragten fühlen sich dadurch motiviert. Allerdings stimmen 49 Prozent auch der Aussage zu, dass sie sich durch die Programme unter Druck gesetzt fühlen. Ein Drittel (31 Prozent) verspürt gleichzeitig Erleichterung und Druck durch Fitness- und Gesundheitsanwendungen.Durchschnittlich zwei Videostreaming-Abos
Für viele Menschen ist Videostreaming mittlerweile Standard: Der Bitkom-Zukunftsstudie zufolge nutzen 70 Prozent aller Befragten Videostreaming:- 15 Prozent davon mehrmals täglich
- 25 Prozent einmal pro Tag
- und 38 Prozent mehrmals pro Woche.
- 13 Prozent nehmen die Angebote seltener als wöchentlich in Anspruch.